Hartmut Oesten: „Energiewende mit bürgerlichem Engagement und 100% regenerativer Stromerzeugung sichern“

30 Interessierte waren am 6. März in das Hotel Bürgerstube gekommen, um den Vorsitzenden der Bürgerenergiegenossenschaft Durmersheim Hartmut Oesten zu hören. Dieser war einer Einladung der Grünen in Muggensturm gefolgt und wurde von den kommunalen Spitzenkandidaten Silvia Alles und Michael Heger begrüßt. Oesten berichtete: „Die zwölf Ehrenamtlichen und zirka 550 Anteilszeichner der BEG haben sich zum Ziel gesetzt, die Energiewende aktiv mit eigenen Projekten zur klimaneutralen Stromproduktion voranzutreiben.“

Dabei sind bisher mit einem Eigenkapital von 1,8 Millionen Euro 23 Photovoltaikanlagen in der Region, einige auch in Muggensturm, in Betrieb genommen worden. Sie sparen zusammen 985 Tonnen CO2 pro Jahr ein. Für die Genossen wurde in den letzten zehn Jahren eine Rendite von 3,5 bis 4% erwirtschaftet. Beteiligungen sind ab 100 Euro möglich und derzeit auf 10.000 Euro begrenzt. „Wir wollen die Bürger als Anteilszeichner haben und nicht die Großinvestoren.“, so Oesten. „Das Stimmrecht bei unseren Hauptversammlungen wird pro Person und nicht pro Anteil vergeben.“

Neue Wege geht die BEG bei der geplanten Floating-PV-Anlage auf dem Stürmlinger See, die mit ihrem Energie-Ertrag mindestens 6.000 Haushalte versorgen soll. Das erste Windkraftprojekt der Genossenschaft wird die Finanzierung von Anlagen im Durmersheimer Windpark sein. Positive Resonanz unter den Anwesenden fand die Leitlinie der BEG darauf zu achten, woher die eingesetzten Bauteile stammen. Oesten bekräftigte: „Wir kaufen nicht in China, sondern nur in demokratischen Staaten wie zum Beispiel Japan oder Südkorea.“