Waldrundfahrt mit Förster Melcher
Am 6. Oktober waren interessierte Bürger*innen mit Förster Martin Melcher auf Fahrrädern unterwegs, um etwas über die Klimawandelfolgen im Muggensturmer Wald zu erfahren. Startpunkt für die 20 Teilnehmenden war die Reiterstube, erstes Ziel der Hirschgrund. Nachdem Herr Melcher zunächst anhand von Klimadiagrammen die durchschnittlichen Temperaturerhöhungen der vergangenen Jahre veranschaulicht hat, zeigte er deren Folgen am Baumbestand. Er erklärte, dass Douglasien oder Buchen mit der zunehmenden Hitze nicht mehr zurechtkämen und die geschwächten Bäume Schädlingen wie Pilzen oder Insekten oft nichts mehr entgegensetzen können.


An einer zweiten Station in der Aulach erkannten auch die an der Exkursion teilnehmenden Laien, dass sandige und eher lehmige Böden in unmittelbarer Nachbarschaft unterschiedliche Anpflanzungen benötigen. Für den Erhalt des Waldes würden Arten gesucht, die mit hohen Temperaturen, trockenen Böden aber auch nach wie vor zu erwartenden starken Frösten zurechtkommen. Nach vielen ernüchternden Eindrücken zeigte Melcher an einer dritten Station in der Aulach ein Beispiel, das etwas Hoffnung gibt: versuchsweise werden Walnuss-Schwarznuss-Hybride angepflanzt, die mit Hitze und Wassermangel gut zurechtzukommen scheinen.


Zum Abschluss der rund zweistündigen Exkursion bedankten sich Silvia Alles und Michael Heger im Namen aller Teilnehmenden bei Herrn Melcher für das Teilen seiner Expertise und die anschaulichen, lehrreichen Eindrücke.
Erfahre hier mehr über unsere Positionen zur Anpassung an die globale Erwärmung.